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Aufwertung Park Realschule

Vor knapp zwei Jahren wurde der Park an der Realschule für fast 900tsd Euro umgebaut. Der heutige Zustand ist desolat und erschreckend. Falsche Planung, nicht vorgenommene Nachpflege, falsche Pflanzenauswahl usw. haben zu bestürzenden Ergebnissen geführt.

Darum geht es uns:

Das darf so nicht bleiben. Wir fordern eine standortgerechte Bepflanzung, eine nutzerfreundliche Wegeplanung und ein Pflegekonzept für Beete und Bäume.
Gewährleistungsansprüche prüfen

Verantwortung für Planung und Ausführung klären

Der heutige Zustand des Parks wirft aus unserer Sicht grundlegende Fragen zur Planung, Ausführung und anschließenden Pflege der Anlage auf. Große Flächen wurden neu gestaltet und bepflanzt – doch von dem angekündigten Ergebnis ist heute an vielen Stellen nur wenig zu erkennen. Wir fordern deshalb eine offene und transparente Analyse: Wie konnte es zu diesem Zustand kommen? Welche Maßnahmen zur Fertigstellungs- und Entwicklungspflege waren vereinbart und wurden diese vollständig ausgeführt? Welche Nacharbeiten sind erforderlich und wer trägt dafür die Verantwortung? Dabei sollte auch geprüft werden, ob gegebenenfalls Gewährleistungsansprüche gegenüber den an Planung und Ausführung beteiligten Unternehmen bestehen.

  • Planungs-, Ausführungs- und mögliche Pflegefehler transparent prüfen
  • vereinbarte Fertigstellungs- und Entwicklungspflege nachvollziehbar offenlegen
  • mögliche Gewährleistungsansprüche der Stadt prüfen
  • Ursachen für ausgefallene oder schlecht entwickelte Pflanzungen klären
  • angekündigte bzw. erforderliche Nacharbeiten benennen und zeitnah umsetzen
  • Verantwortlichkeiten und weitere Maßnahmen transparent kommunizieren

Heutiger Zustand des Parks an der Realschule
So wurde der Park geplant und ausgeführt - die Realität sieht jedoch anders aus. (Quelle: Stadt Viersen)
Bepflanzung anpassen und restaurieren

Standortgerecht und dauerhaft bepflanzen

Wo laut ursprünglicher Planung eine insektenfreundliche Staudenpflanzung vorgesehen war, bieten die ehemals grünen Flächen heute ein trauriges Bild: Sie sind plattgetrampelt, vertrocknet oder die Pflanzen sind aufgrund eines falschen Standorts verkümmert. Dieses Defizit zeigte sich bereits im Herbst 2025 – es handelt sich also nicht um eine bloße Folge der sommerlichen Trockenheit im Jahr 2026.

  • Neupflanzungen nur dann, wenn die Pflanzen auch gegen „Platttrampeln“ geschützt sind (siehe unten)
  • Bienen- und insektenfreundliche Pflanzen müssen exakt auf die jeweiligen Lichtverhältnisse (z. B. Schattenbereiche unter Bäumen) abgestimmt werden.
  • Anlage eines zusätzlichen Staudenbereichs in der Mitte der großen Wiese.
  • Zwingende Etablierung eines verbindlichen Nachpflege- und langfristigen Pflegekonzepts.
Vertrocknete und verkümmerte Pflanzflächen
So sieht falsche Planung und Pflege aus. Die Stauden können sich nicht auf der Fläche etablieren.
Mögliche zusätzliche Staudenbepflanzung auf der großen Wiese
Es gibt viele robuste Schattenstauden, die insektenfreundlich sind. Doch auch diese müssen im Wachstum geschützt werden.
Wegebeziehungen überarbeiten

Sichere und nachvollziehbare Wege schaffen

Ein zentrales Defizit der bisherigen Planung ist die fehlende Berücksichtigung der tatsächlichen Laufwege von Schülerinnen und Schülern. Kinder, die in Eile vom Busbahnhof zum Schulgebäude gelangen möchten, müssen sich aktuell einen Weg durch parkende Autos bahnen. Ein funktionierendes Leitsystem fehlt völlig, und die angrenzenden Grünzonen sind nicht gegen unachtsames Überlaufen geschützt.

  • Sicherer Schulweg: Einrichtung eines geschützten Übergangs für Schulkinder vom Busbahnhof zur Schule.
  • Verkehrsberuhigung: Deutliche Markierung des Übergangs sowie bauliche Maßnahmen wie Aufpflasterungen oder Bodenschwellen.
  • Parkverbot: Konsequentes Halte- und Parkverbot im gesamten sensiblen Bereich.
  • Grünschutz: Wirksame Abgrenzung und baulicher Schutz der Vegetationsbereiche.
Laufweg vom Busbahnhof zum Schulgebäude
Hier fordern wir eine klare Blick- und Wegebeziehung vom Busbahnhof zur Schule.
Parkende Autos im sensiblen Übergangsbereich
Der kürzeste Weg zwischen Busbahnhof und Realschule führt quer über den Parkplatz – ohne erkennbare Leitung oder Schutz für die Schulkinder.
Schutz der Pflanzen

Vegetationsflächen wirksam abgrenzen

Die installierten Metallbügel, die als Schutz für die Staudenbeete dienen sollten, haben sich als vollkommen wirkungslos erwiesen. Da sie viel zu weit auseinanderstehen, wurden die eingebrachten Pflanzen zertrampelt und sind heute nicht mehr vorhanden – eine reine Verschwendung von Steuergeldern. Auch wenn Zäune optisch oft unschön wirken: An diesem stark frequentierten Ort braucht es eine wirksame, robuste Barriere, um die Natur dauerhaft zu schützen.

Unzureichende Metallbügel an den Staudenbeeten
Die Metallbügel stehen zu weit auseinander, um die Beete wirksam zu schützen.
Zertrampelte Vegetationsflächen
Ohne Schutz können sich die gepflanzten Flächen nicht etablieren. Löchrige Beete sind die Folge.
Pflege- und Bewässerungskonzept

Grünflächen dauerhaft erhalten

Es macht keinen Sinn, wenn man Grünbereiche anlegt und diese dann nicht weiter pflegt. Im Park an der Realschule wurde im Nachgang zur Pflanzung der Zustand der Pflanzen nicht kontrolliert und keinerlei Bewässerung vorgenommen. Nachpflanzungen haben laut dem aktuell sichtbaren Stand nicht stattgefunden. Wir fordern ein schlüssiges Pflegekonzept.

Pflege- und Bewässerungsbedarf im Park
Ohne Pflege, Bewässerung und punktuelle Nachpflanzung, bleiben die Beete an der Realschule was sie sind: ein trauriges Zeugnis von verschwendeten Geldern.
Schutz des alten Baumbestands

Wertvolle Altbäume dauerhaft sichern

Im Park an der Realschule gibt es glücklicherweise noch einige große, mächtige Bäume, die einen unschätzbaren Wert für das Mikroklima und das Stadtbild darstellen. Manche der alten Bäume sind jedoch durch unsachgemäße Schnittmaßnahmen dauerhaft beschädigt. Diese Altbäume verdienen und benötigen besonderen Schutz sowie ein erhöhtes Augenmerk bei allen weiteren Planungen.

Unsere Forderungen zum Baumbestand:

  • Ausweisung im Pflegekonzept: Die Bäume müssen explizit erfasst und mit maßgeschneiderten Erhaltungsmaßnahmen im neuen Pflegekonzept verankert werden.
  • Höchste Priorität für den Baumschutz: Der langfristige Schutz und die Pflege dieses wertvollen Bestands müssen bei allen Maßnahmen auf dem Gelände oberste Priorität haben.
  • Schnittmaßnahmen sollten nur von fachgerechten Betrieben ausgeführt werden, um den alten Baumbestand zu schützen.
Alter Baumbestand im Park an der Realschule
Ein wunderschönes Exemplar an der Realschule. Es gilt solche Monumente der Natur zu schützen und zu pflegen.
Schutzbereich eines erhaltenswerten Altbaums
Ein Bilderbuchbeispiel für unsachgemäßen Baumschnitt an einem Baum an der Realschule. Die Wasserschosse sind eine Stressreaktion und kein natürlicher Zuwachs. Der Baum ist dauerhaft geschädigt.

Kurzum: Viel geplant, viel investiert – jetzt muss geklärt werden, wie der Park dauerhaft in einen guten Zustand gebracht werden kann.

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