Grünoffensive Süchteln
Darum geht es uns:
Aus Grau wird Grün
Auch in Süchteln gibt es gepflasterte, asphaltierte oder anderweitig versiegelte Bereiche, die in dieser Form nicht oder nicht mehr benötigt werden. Hier liegt Potenzial für mehr Grün mitten im Ort.
Wir fordern die Stadt auf, solche Flächen systematisch zu identifizieren, wo möglich zu entsiegeln und sinnvoll zu begrünen. Dabei können auch die Süchtelnerinnen und Süchtelner helfen, geeignete Orte sichtbar zu machen.
- Potenziale für Entsiegelung im gesamten Stadtgebiet erfassen
- unnötige Pflaster- und Asphaltflächen zurückbauen
- neue Pflanzflächen mit vielfältigen und insektenfreundlichen Stauden und Gräsern schaffen
- geeignete Flächen für zusätzliche Bäume nutzen
- bei neuen Pflanzungen auf standortgerechte und robuste Arten setzen
- Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, mögliche Flächen für eine Entsiegelung vorzuschlagen


Grünfläche ist nicht gleich Grünfläche.
Süchteln hat viel Grün. Doch nicht jede bestehende Grünfläche nutzt ihr Potenzial. Manche öffentlichen Pflanzungen sind in die Jahre gekommen, andere bestehen vorwiegend aus pflegeleichten, monotonen Gehölzen und bieten wenig Vielfalt, Blüte oder Nahrung für Insekten.
Wir möchten, dass die Stadt bestehende Grünflächen überprüft und sie dort, wo es sinnvoll ist, Schritt für Schritt ökologisch und gestalterisch weiterentwickelt. Denn Stadtgrün kann pflegeleicht sein und gleichzeitig attraktiv, vielfältig und wertvoll für die Natur.
- bestehende öffentliche Grünflächen überprüfen und schrittweise weiterentwickeln
- monotone oder überalterte Pflanzungen durch vielfältigere Konzepte ergänzen oder ersetzen
- robuste, standortgerechte und insektenfreundliche Stauden und Gehölze einsetzen
- lange Blühzeiträume und unterschiedliche Strukturen schaffen
- bei Neu- und Umgestaltungen gestalterische und ökologische Qualität zusammendenken
- Grünflächen schaffen, die das Stadtbild sichtbar aufwerten
- Bürgerinnen und Bürger einladen, Flächen vorzuschlagen, die verbessert werden könnten


Große Bäume sind ein Schatz für unsere Stadt.
Bäume prägen Süchteln und seinen Charakter als Stadt im Grünen. Besonders große, alte Bäume sind dabei durch nichts kurzfristig zu ersetzen. Sie brauchen Schutz, fachgerechte Pflege und ausreichend gute Bedingungen, damit sie möglichst lange erhalten bleiben.
Gleichzeitig müssen wir heute die Bäume pflanzen, die das Süchteln von morgen prägen werden. Bei Neupflanzungen sollten deshalb Arten gewählt werden, die mit den Bedingungen ihres jeweiligen Standorts langfristig zurechtkommen. Wo es der Standort zulässt, sollten Bäume mit ausreichend großen Kronen und hoher Schattenwirkung bevorzugt werden – insbesondere an Straßen, Plätzen und anderen stark genutzten öffentlichen Orten.
- wertvolle Alt- und Bestandsbäume konsequent schützen und erhalten
- fachgerechte und baumschonende Pflege und Schnittmaßnahmen sicherstellen
- eine ausreichende Bewässerung in längeren Trockenperioden gewährleisten
- Baumstandorte und Baumscheiben verbessern und ausreichend Raum für Wurzeln schaffen
- alte und prägende Baummonumente in unseren Parks und auf den Friedhöfen besonders schützen
- fehlende Bäume an geeigneten Stellen nachpflanzen und neue Baumstandorte schaffen
- bei Neupflanzungen auf robuste, standortgerechte und möglichst zukunftsfähige Baumarten setzen
- wo möglich großkronige, schattenspendende Bäume bevorzugen
- bei Planungen im öffentlichen Raum vorhandene Bäume von Anfang an berücksichtigen
Auch private Altbäume brauchen Schutz
Große alte Bäume sind für das Stadtklima, die Artenvielfalt und das Ortsbild von unschätzbarem Wert – unabhängig davon, ob sie auf öffentlichem oder privatem Grund stehen. Doch Viersen hat derzeit keine Baumschutzsatzung. Damit fehlt ein wichtiges Instrument, um wertvolle Altbäume auf privaten Grundstücken dauerhaft zu schützen.
Wir finden: Besonders große und alte Bäume sollten nicht allein deshalb ihren Schutz verlieren, weil sie auf privatem Grund stehen. Viersen braucht wieder eine Baumschutzsatzung, die wertvollen Baumbestand schützt und zugleich sinnvolle Ausnahmen ermöglicht.


Grün braucht verlässliche Finanzierung.
Mehr Grün in der Stadt kostet Geld – bei der Anlage und im Unterhalt.
Die Umwandlung von versiegelten Flächen, der Ersatz von pflegeleichten Strauchfeldern durch insektenfreundliche Stauden und das Pflanzen von Bäumen haben eins gemeinsam – sie kosten Geld. Bei der Anlage und auch bei den Unterhaltskosten. Wir werden eine Aktion unter dem Motto: „Ein Stück Grün für Süchteln“ starten und bei Unternehmen und Privatpersonen um verbindliche Finanzierungserklärungen bitten. Wir wollen als freie Initiative kein Geld einsammeln, aber Spender und Stadt zusammenbringen. (Weiteres folgt)

Evolution statt Revolution.
Die beliebte Blumenaktion sollte zukunftssicher und nachhaltiger werden.
Seit der Premiere im Jahr 2000 ist „Viersen blüht“ ein fester Bestandteil unseres Stadtlebens und verwandelt Viersen alle zwei Jahre in ein buntes Blumenmeer. So schön diese Tradition ist, so wichtig ist jetzt der Blick nach vorn: Wir setzen uns dafür ein, die Aktion zukunftssicher und nachhaltiger zu gestalten. Unser Ansatz lautet: Evolution statt Revolution. Statt radikaler Veränderungen sollten wir Schritt für Schritt auf Nachhaltigkeit setzen. Konkret bedeutet das, der dauerhaften Begrünung von Verkehrs- und Freiflächen wie Kreisverkehren und Straßenrändern künftig deutlich mehr Gewicht zu verleihen. Statt einjähriger Pflanzen mehrjährige Pflanzen, statt alle zwei Jahre lieber dauerhaft.


Langfristig Verantwortung für ein Stück Stadtgrün übernehmen.
Manche möchten sich nicht nur gelegentlich engagieren, sondern dauerhaft Verantwortung für einen bestimmten Baum oder eine öffentliche Grünfläche übernehmen. Dafür braucht es klare und unkomplizierte Möglichkeiten.
Wir möchten, dass die Stadt ein verlässliches Modell für Baum- und Grünflächenpatenschaften anbietet bzw. bestehende Angebote besser sichtbar macht. Privatpersonen, Nachbarschaften, Vereine oder Unternehmen könnten so über einen längeren Zeitraum Verantwortung übernehmen, für einen einzelnen Straßenbaum ebenso wie für eine Grünfläche oder, gemeinsam mit anderen, auch für einen größeren Bereich.
Auch besondere alte Bäume und Baummonumente könnten auf diese Weise gezielt unterstützt werden – durch praktische Hilfe ebenso wie durch die finanzielle Beteiligung an fachgerechter Pflege oder Bewässerung.
- unkomplizierte und langfristige Patenschaften für Straßenbäume und öffentliche Grünflächen ermöglichen
- unterschiedliche Formen der Patenschaft anbieten – vom einzelnen Baum bis zu größeren Grünbereichen
- klare Ansprechpartner und Informationen zu Aufgaben und Möglichkeiten schaffen
- Nachbarschaften, Vereinen, Initiativen und Unternehmen gemeinsame Patenschaften ermöglichen
- besondere alte Bäume und Baummonumente gezielt unterstützen
- finanzielle Beteiligung an fachgerechter Pflege und Bewässerung ermöglichen
- langfristiges Engagement für das öffentliche Grün sichtbar machen und wertschätzen

Ein grüneres Süchteln beginnt manchmal direkt vor der eigenen Haustür.
Für mehr Grün, Artenvielfalt und ein besseres Stadtklima braucht es vor allem gute öffentliche Räume und eine vorausschauende Planung der Stadt. Aber auch wir selbst können im Kleinen etwas beitragen. Im eigenen Garten oder Vorgarten genauso wie direkt vor unserer Haustür.
Das kann bedeuten, heimische Pflanzen zu setzen, eine Wasserstelle für Vögel und Insekten zu schaffen oder versiegelte Flächen wieder zu begrünen. Es kann aber auch ganz einfach heißen, während längerer Hitzeperioden die Gießkanne in die Hand zu nehmen und einem Straßenbaum vor der eigenen Haustür Wasser zu geben.
Und vielleicht entsteht gemeinsam noch mehr: Nachbarn könnten sich zusammentun, um eine kleine öffentliche Grünfläche in ihrer Straße zu bepflanzen, zu pflegen oder regelmäßig zu wässern, natürlich dort, wo die Stadt die entsprechenden Möglichkeiten schafft.
Wir möchten Lust darauf machen, im eigenen Umfeld aktiv zu werden. Denn viele kleine Beiträge können zusammen einen Unterschied machen.
- Vorgärten, Gärten, Höfe und Balkone möglichst grün und naturnah gestalten
- heimische und insektenfreundliche Pflanzen verwenden
- Wasserstellen und kleine Lebensräume für Vögel, Insekten und andere Tiere schaffen
- Schottervorgärten und Steinwüsten vermeiden
- Straßenbäume vor der eigenen Haustür in längeren Hitze- und Trockenperioden mit Wasser unterstützen
- sich mit Nachbarn zusammentun und kleine öffentliche Grünflächen gemeinsam bepflanzen, pflegen oder wässern



Kurzum: Mehr Grün beginnt manchmal direkt vor der eigenen Haustür. Packen wir gemeinsam an – für Süchteln als Stadt im Grünen.